Arbeitsmigrant*innen im Niedriglohnsektor sind häufig gesundheitsschädigenden Lebens- und Arbeitsbedingungen ausgesetzt und gleichzeitig oft vom Gesundheitssystem ausgeschlossen. Diese Studie identifizierte 21 Versorgungsangebote für diese Gruppe in sechs Ländern, darunter stationäre Einrichtungen, mobile Kliniken und Telemedizin. Die meisten richteten sich an Arbeiter*innen im Agrarsektor der USA. Obwohl viele Angebote gezielt auf häufige Zugangsbarrieren eingingen – etwa durch kostenlose Versorgung oder flexible Öffnungszeiten –, ist ihre Wirksamkeit kaum belegt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Gesundheitssysteme nicht darauf vertrauen können, dass Arbeitsmigrant*innen im Niedriglohnsektor selbst den Weg in die Versorgung finden. Stattdessen müssen Angebote aktiv so gestaltet werden, dass sie für diese Gruppe erreichbar und zugänglich sind.
Healthcare services for low-wage migrant workers: A systematic review. Social Science & Medicine 2025.